Legolas geheime Nächte
Legolas Herz hatte sich erfreut als er endlich wieder mit einem seiner Sippe sprechen konnte und Haldir war freundlich und klug. Doch in dem Moment als er sagte sie
müssen dem Zwerg – Gimli – die Augen verbinden, da wusste Legolas, das würde Probleme geben. Und so kam es dann auch, der Zwerg weigerte sich vehement. ‚Halsstarrig wie man sie kannte, die
Zwerge’, dachte Legolas und sprach es auch aus. Doch Aragorns Worte überraschten und verärgerten ihn:
„Es ist hart für den Zwergen, anders als die anderen behandelt zu werden. Wir alle wollen uns die Augen verbinden lassen, sogar Legolas. Das wird das Beste sein, obwohl das Wandern dadurch
langsam und langweilig wird.“
Legolas kochte innerlich vor Wut. ‚Wie konnte Aragorn nur!’, dachte er ‚Er weiß genau – an sich wäre es mir egal – warum ich meine Sicht gerade hier unbedingt brauche. Oder eher will als
brauche.’ Und der Zwerg setzte natürlich noch eins drauf:
„Aber ich wäre schon zufrieden, wenn nur Legolas meine Blindheit teilt!“
Legolas konnte seine Wut nicht mehr verbergen: „Ich bin ein Elb und verwandt mit dem Volk hier!“ Natürlich war das nicht der einzige Grund, aber mehr brauchten die anderen nicht zu wissen.
Aragorns Augen blitzten wissend und er richtete seine vorherigen Worte gegen Legolas:
„Nun lasst uns ausrufen: ‚Zum Kuckuck mit den Elben und ihrer Halsstarrigkeit!’. Aber der ganzen Gemeinschaft soll es gleich ergehen. Komm, verbinde unsere Augen, Haldir!“
Legolas wusste, dass er Recht hatte, aber das besserte seine Laune nicht im Geringsten. Er wollte sehen wo er hinlief und besonders einen Anblick begehrte er mehr als alles andere. Und nur wegen
dem Zwerg wurde er ihm verwehrt!
Es war eine Wohltat als sie der Heerschar entgegneten und diese ihnen mitteilte die Herrin und der Herr von Lorien wollten ihre Sicht uneingeschränkt lassen. Den Rest des Weges – so schön Lorien
auch war – beachtete Legolas kaum. Sein Herz wurde mit jedem Moment leichter, wo war sie? Irgendwo hier musste sie doch sein!
Sie traten vor die Herren Loriens und so wie das Herz der anderen wurde auch Legolas Herz auf die Probe gestellt.
‚Möchtest du den dunklen Weg mit dem Ringträger und der Gemeinschaft weiter fortführen? Einen Weg der unsicher ist und unbekannt der Ausgang – doch sicher sind die Gefahren und Verluste die euch
ereilen werden. Oder willst du hierbleiben Legolas? Bei ihr?“, diese Frage alleine übte solche eine Verlockung aus, dass er beinahe zugestimmt hätte, doch er besann sich.
‚Nichts begehrt mein Herz mehr als ihre Nähe. Doch ich habe mich dieser Gemeinschaft im Herzen verpflichtet und sollte ich heil zurückkommen werde ich meine Ewigkeit mit ihr verbringen. Doch nun
brauchen meine Freunde mich mehr als sie.’
Galadriel lächelte daraufhin und blickte dem nächsten in die Augen. Diese Worte weckten wieder die Sehnsucht in Legolas Herz. Er wollte zu ihr: jetzt.
Er fieberte den Worten des Abschiedes entgegen und es war Celebron, der Herr Loriens, der sie aussprach:
„Geht nun! Ihr seid erschöpft nach so viel Trauer und Plage. Selbst wenn Eure Fahrt für uns nicht so wichtig wäre, hättet Ihr in dieser Stadt Zuflucht finden sollen, bis ihr geheilt und erfrischt
seid. Nun sollt Ihr ruhen, und wir wollen eine Weile nicht von Eurem Weg sprechen.“
Legolas wurde, statt zu ruhen, unruhig. Auf dem Weg zu ihrer Schlafstätte fing er sich einen der Elben ab und fragte auf ihrer Sprache nach der Prinzessin Loriens.
„Sie ist mit einer Nachricht der Herrin hinter der Heerschar hergeritten. Sie wird wahrscheinlich am Morgen zurückkehren.“
Legolas nickte und dankte, dann blieb er für den Rest des Tages still. Seine Ungeduld wurde immer stärker, er konnte kaum schlafen. Er wollte seine Liebste endlich sehen, sie endlich in seine
Arme schließen. Der Wunsch war, zwar immer vorhanden, aber nie so stark gewesen wie in dem Moment indem er wusste, dass er ihr so nah war. Und jetzt da er wusste wie ungewiss die Zukunft war,
wollte er sie vor der Abreise wenigstens wieder gesehen haben. Die Nacht verging quälend langsam.
Kaum, dass der Morgen anbrach und das Essen zu sich genommen war, ging er mit anderen Elben die Umgebung ab um sie willkommen zu heißen. Es dauerte tatsächlich nicht mehr lang und da kam sie
zwischen den Bäumen auf einem braunen Pferd angeritten. Als sie ihn erblickte weiteten sich ihre schönen blauen Augen erstaunt. Sie ritt ihnen entgegen und stieg dann vom Pferd um auf Legolas
zuzugehen.
„Du bist hier.“, in ihrer Stimme war so viel willkommen, dass er sich jetzt erst richtig zuhause fühlte.
„Ja meine liebste Lótesse.“
Sie nahmen sich an den Händen und die anderen Elben verschwanden geräuschlos um ihnen ihre Ruhe zu geben. Legolas schloss seine Verlobte in die Arme.
„Unerwartet und doch so erfreulich. Was führt dich hierher?“, fragte sie und legte ihren hübschen Kopf schief. Ihr blondes Haar fiel ihr über die Schulter.
„Ich weiß nicht wie viel ich dir verraten darf.“, seine Stimme war traurig, er hatte nicht gern Geheimnisse vor ihr „Aber ich bin nicht allein gekommen. Menschen, Halblinge und auch ein Zwerg
sind in meiner Gemeinschaft.“
Bei dem Wort ‚Zwerg’ hob sie überrascht die Augenbrauen „Erzähl mir soviel du darfst.“, bat sie und sie beiden liefen gemeinsam zurück.
Die nächsten Tage verbrachte Legolas gezwungenermaßen bei den Gefährten, denn er wollte nicht, dass sie von seiner Beziehung zu der Elbin wussten und ihm zuliebe womöglich auf seine Anwesenheit
verzichteten. So wie Aragorn auch die Beziehung zu Arwen nicht offen gezeigt hatte, so versteckte auch er seine zu Lótesse. Des Nachts jedoch blieb er bei ihr, das war seine Zeit mit ihr.
Bevor sie gingen verabschiedete er sich von seiner Liebsten und versprach wiederzukehren.
Als er nach dem Ringkrieg nach Ithilien zog und dort mit den seinigen lebte, nahm er Lótesse mit und heiratete sie dort. Beide verließen nach Aragorns Tod gemeinsam mit Gimli Mittelerde.
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meine erste Geschichte zu hdr, also zerfleischt mich bitte nicht wenn ich irgendwas falsch gemacht habe! Ich bin gerade erst beim lesen des ersten Bandes und als sie an die Stelle in Lorien
kamen, da kam es mir leicht verdächtig vor das unser guter legolas des nachts die gefährten verlässt ;)
kommi
grüße
littlepanimausi