Vampirbiss
Es war ein heißer Tag und die Sonne strahlte bereits mit Mimikos Laune um die Wette. Seit einigen Wochen lebte und arbeitete sie gemeinsam mit Jirou und seinem
kleinen Bruder Kotaro bei der „Order Coffin Company“. Mimiko lächelte fröhlich den Sonnenstrahlen entgegen und sprang dann beschwingt aus dem Bett. Es war ein wundervoller Tag, das sagte ihr das
angenehme Prickeln in ihrem Magen als sie daran dachte, dass sie gleich mit den beiden zusammen Frühstücken würde. Mimiko ging unter die Dusche, das Wasser prasselte warm und angenehm über ihren
Körper, während sie genießerisch die Augen schloss.
„Mimiko!“, hörte man den alarmierten Aufschrei von Jirou und im nächsten Moment stand die Tür zum Badezimmer sperrangelweit offen. Mimiko fiepste erschrocken auf und drehte sich erst schnell zu
ihm – wurde sich dann ihrer Nacktheit gewahr – und drehte sich wieder zurück. Jirou selbst japste erschrocken auf als er bemerkte, dass Mimiko gerade duschte.
„Ich – Mimiko… Kotaro…“, stammelte er und im nächsten Moment hatte er einen Strahl Wasser im Gesicht. Natürlich ätze dieser Strahl ihm die Haut weg sodass er rückwärts aus dem Bad stolperte und
schnellstens das Weite suchte um sich im Schatten zu erholen. Mimiko stellte das Wasser ab und schnaufte.
Natürlich wusste sie dass er gegen Sonnenlicht und Wasser empfindlich war – beides schwächte ihn, wobei letzteres seine Haut angriff und verätzte. Mimiko wickelte sich in ein Handtuch und
bemerkte dass ihre Wangen vor Scham brannten. Verdammt er hatte sie nackt gesehen! Egal welcher Notfall es war – scheinbar hatte es etwas mit Kotaro zu tun – er konnte nicht einfach ins Bad
hereinspazieren! Sie schnaubte wütend und trocknete ihre Haare, dann zog sie sich ordentlich an und verließ das Bad. Unten am Tisch saß Kotaro und schlürfte an seinem Kakao.
„Hallo Kotaro.“, grüßte Mimiko und der kleine Junge grüßte freundlich zurück. „Ähm… Wo ist denn dein Bruder?“, fragte sie noch und versuchte besonders beiläufig zu klingen.
„Ich glaube er ist im Garten – liegt unter der Weide.“ Mimiko nickte und setzte sich Kotaro gegenüber, während sie mit ihm frühstückte und überlegte wie sie den freien Tag gestalten wollte.
„Und Kotaro, was möchtest du heute machen?“
„Ich werde heute mit Zelman zusammen die Stadt ansehen! Ist das nicht wunderbar?“, meinte Kotaro begeistert und Mimiko nickte freundlich lächelnd, aber innerlich zog sich etwas zusammen, sie
traute diesem Zelman einfach nicht, auch wenn er ihnen bisher freundlich gesinnt war. „Ich war heute Morgen bereits mit ihm spazieren – deswegen hat sich Jirou auch Sorgen gemacht, er dachte ich
bin verschwunden. Ich hätte ihm bescheid sagen sollen…“
„Allerdings. Du kannst nicht einfach verschwinden ohne zu sagen wo du hingehst Kotaro, dein Bruder sorgt sich sonst um dich.“, erklärte Mimiko und verstand warum Jirou ins Bad gestürzt war, er
machte sich permanent Sorgen um seinen kleinen Bruder. Es war ja verständlich in dieser Situation – umgeben von feindlich gesinnten Vampiren – aber trotzdem könnte er anklopfen…
Sie hörten ein dezentes Klopfen an der Tür und beide wandten sich der Quelle zu. Zelman stand da – mit seinen betörend schönen Augen und einem charmanten Lächeln auf den Lippen.
„Können wir?“, fragte er Kotaro, der erfreut aufsprang, nachdem er Mimiko mit einem Nicken begrüßt hatte.
„Wie lange bleibt ihr weg?“, fragte sie und Zelman zuckte mit den Schultern.
„Wir werden uns ein wenig im Nachtleben umsehen.“, meinte er zwinkernd und zeigte seine Vampirfangzähne, was Mimiko zum Schlucken brachte „Aber bis dahin werden wir uns die Stadt etwas näher
ansehen. Kotaro – es wird abends kühl, vielleicht solltest du dir eine Jacke mitnehmen.“, der Junge gehorchte nickend und verschwand im Flur, Zelman kam auf Mimiko zu und bückte sich nah über
sie.
„Ihr habt den ganzen Tag und die halbe Nacht zusammen – nutze sie.“, flüsterte er betörend und grinste unverschämt. Mimiko lief knallrot an und starrte ihn fassungslos hinterher als er Kotaro
nach draußen folgte und laut ins Haus hineinrief:
„Bis später dann!“
Kotaro jaulte fröhlich auf als Zelman ihn am Handgelenk packte und mit ihm Straße in Höchstgeschwindigkeit herunter rannte. Mimiko sah den beiden Kopf schüttelnd hinterher und seufzte leise. Dann
hörte sie wie jemand einen Stuhl zurückzog und sich an den Küchentisch setzte.
„Es tut mir leid.“, sagte Jirou leise und als Mimiko sich umwandte bemerkte sie, dass er geschwächt aussah.
Sie machte eine wegwerfende Bewegung obwohl sie eigentlich noch sauer auf ihn sein wollte.
„Was ist mit dir?“, fragte sie als sie sich ihm gegenüber setzte. Er seufzte und sah sie einen Moment unschlüssig an, dann seufzte er abermals und erklärte:
„Ich habe seit Wochen keine.“, sein Blick streifte kurz ihren Hals „stärkende Nahrung mehr zu mir genommen und… die Sonne jeden Tag… Und das Wasser vorhin…“
Mimiko nickte bloß und sah ihn forschend an „Brauchst du etwas? Kann ich dir irgendwie helfen?“
Er sah ihr kurz in die Augen, sein Blick streifte wieder kurzihren Hals dann schüttelte er entschieden den Kopf. Mimiko fasste sich derweil an die Stelle an der er sie bereits einmal gebissen
hatte – ihr Handgelenk. Damals war es wichtig gewesen, dass er seine volle Kraft hatte um Kotaro zu retten, doch er hatte ihre Furcht vor dem Biss gespürt und hatte sie nicht wie üblich in den
Hals gebissen. Er hatte ihren Ärmel hochgeschoben und sie erst am Handgelenk geküsst – ein verirrter Schmetterling rauschte durch ihren Bauch als sie daran dachte – und erst dann gebissen. Sie
lief etwas rot an, als sie sich über die Stelle rieb.
„Wenn du Blut-“, begann sie doch er unterbrach sie
„Mimiko du bist keine wandelnde Blutkonserve!“, rügte er „Ich werde dich nicht ausnutzen.“
Mimiko fühlte sich gerührt, obwohl sie ihm anbot ihr Blut zu nehmen tat er es nicht.
Jirou derweil fühlte sich immer schlapper, er bemerkte wie die Kraft ihn immer deutlicher verließ und er sank etwas tiefer im Stuhl zusammen. Er erinnerte sich an den süßen Geschmack ihres
Lebenssaftes. Wie er warm seine Kehle heruntergeronnen war und der süßliche Geruch ihres Blutes lag noch immer in seiner Nase. Damals hatte er deutlich herausschmecken können, dass sie noch eine
Jungfer war. Wider Willen war das ein sehr erregender Gedanke… Und 10 Jahre gänzlich ohne Geschlechtsverkehr – dann auch noch in diesem jugendlichen Körper – waren sogar für einen Vampir ein ganz
klein wenig zuviel. Jirou dachte mit einem unbestimmten Gefühl im Magen daran wie sie unter ihm aufgestöhnt und nach mehr verlangt hatte. Stieg ihm seine Schwäche zu Kopf oder warum war ihm
plötzlich ganz anders? Schwer hatte er sich damals zusammengerissen und nicht auch noch seinen anderen Gelüsten nachgegeben.
Und dann war da diese Situation als er schwer verletzt in den Fluss gestürzt war und sie ihm folgte. Sie hatte sich in akute Lebensgefahr gebracht wegen ihm… Es war ein Bild der Götter gewesen
als sie die Krawatte ihrer Uniform gelöst und die erste Knöpfe ihrer Bluse aufgerissen hatte. Sie hatte die Arme von ihrem Körper abgespreizt und ihn willkommen geheißen. Trotzdem war er
zögerlich geblieben, doch dann hatte sie ihn gegen ihre Brust gedrückt. Dort unten, tief im Wasser hatte er deutlich ihren unruhigen Puls gehört, sein Gesicht so nah an ihrem wild klopfenden
Herzen. Sein Blick war unwillkürlich über die freigelegten Körperstellen geglitten und hatte ihre zarte junge Haut bewundert. Er hatte ihren Blick gesucht, fragend ob er sich wirklich in diesem
jungfräulichen Fleisch mit seinen blutdurstigen Zähnen einbohren durfte. Und sie hatte genickt. Lange hatte er dann auch nicht mehr warten können und als seine Zunge und sein Gaumen ihr warmes
süßes Blut spürten sog er es durstig und – jetzt schämte er sich fast dafür – gierig in sich ein. Er hatte sie fest an seinen Körper gedrückt als wolle er sie wie eine Zitrone auspressen und
jetzt schämte er sich unendlich für dieses gierige und erniedrigende Verhalten. Die Kraft die mit ihrem Blut durch seine Adern floss ließ ihn alle Gegner besiegen und kämpfen wie ein neugeborener
Krieger. Und als die Resonanz* zwischen ihnen hielt hatte er ihr von seinem größten Geheimnis erzählt, nämlich dass er zuletzt sein Blut – bzw. das Blut von Sage Eve – an Kotaro zurückgeben
musste.
Während seiner Überlegungen war er noch tiefer in den Stuhl gerutscht und nun konnte es Mimiko nicht mehr mit ansehen.
„Verdammt Jirou! Du brauchst Energie!“, meinte sie entschlossen und er sah auf, er bemerkte, dass er kaum mehr die Augen offen halten konnte. Sie kam auf ihn zu drängte seine Arme zur Seite und
setzte sich rittlings auf seinen Schoß. Sofort versteifte er sich und versuchte sie halbherzig wegzudrängen. „Hör auf damit.“, sagte sie sanft und er sah auf. Sie schob mit einer Hand ihre Haare
beiseite und sah ihn mit einem milden Blick an.
Er schüttelte den Kopf.
„Bitte Mimiko – ich kann nicht…“
„Doch natürlich kannst du!“, sie nahm sein Gesicht in die Hände und bückte sich zu ihm herab. Einen Moment kam ihm der Gedanke sie wolle ihn küssen, er dachte an die verschrockene nackte Mimiko
vorhin im Bad und lief prompt rot an. Mimiko versteckte seinen Kopf derweil in ihrer Halsmulde und er roch ihren sanften Duft. So nah an ihrer Ader spürte mit seinen Vampirinstinkten wie der
begehrte rote Saft hindurchgepumpt wurde. Er hörte ihren Herzschlag, roch durch ihren Geruch den charakteristischen Duft ihres Blutes hindurch und konnte auch die feine Note ausmachen die ihre
Jungfräulichkeit bewies.
Unkontrolliert wuchsen seine Fangzähne und auch sein Blick wurde hart und kalt – der eines Räubers. Sanft leckte er über das zarte Fleisch und Mimiko erzitterte, er schlang seine Arme um sie und
drückte sie nah an seinen Körper. Benebelt von seinen Sinnen küsste er gierig ihren Hals und Mimiko entfuhr ein leises Stöhnen.
Er streifte mit seinen weißen Fangzähnen ihre Haut und durchbohrte sie dann, der warme Lebenssaft rann direkt in seinen Gaumen und er schmeckte den süßen Geschmack ihres Blutes.
Auf ihm saß Mimiko und konnte nicht verhehlen, dass sie das was geschah gerade wirklich genoss. ‚Ist das nicht grotesk?’, dachte sie ‚Er ist gerade dabei mein Blut zu saugen und ich genieße es so
sehr als…’ schon bei dem Gedanken errötete sie. Eigentlich wusste sie ja gar nicht wie es war einen Orgasmus zu haben, doch Kelly hatte einmal so etwas erwähnt, erinnerte sie sich:
„Warum hast du ihm nicht dein Blut gegeben? Es hätte ihm die Kraft gegeben sie alle in einem Schlag zu töten. Außerdem heißt es soll der Akt des Blutsaugens sogar erregender sein als
Geschlechtsverkehr…“
Doch im nächsten Moment wurden all ihre Gedanken mit einem Mal fortgewischt, denn eine Welle des Glücks überrollte sie in einem Ausmaß, dass sie aufstöhnte und dann schwach in seine Arme fallen
ließ.
Jirou zog seine Fangzähne aus ihrem Hals und leckte über die Wunde, durch seinen Vampirspeichel würde sich die Wunde bald wieder schließen und schnell verheilen.
Obwohl ihn mit einem Mal die bekannte Kraft durchfloss fühlte er sich schwach. Er war seinen Gelüsten erlegen, hatte einmal wieder Mimiko auf äußerste erniedrigt, sie ausgepresst und ausgenutzt.
Er versteckte sein Gesicht in ihrer Halsmulde und schämte sich zu sehr als das er ihr in die Augen hätte sehen können.
Trotzdem hielt er sich wie ein Ertrinkender an ihr fest und dachte gar nicht daran sie gehen zu lassen. Und auch wenn sie es gewollt hätte, Mimiko hätte nicht die Kraft dazu gefunden sich von ihm
zu trennen, weder physisch noch psychisch.
Er seufzte und murmelte ein leises „Danke“, Mimiko nickte nur, zu mehr war sie im Moment nicht fähig, nicht weil sie geschwächt war, sondern weil sie noch die Nachwirkungen dieses extrem intimen
Aktes genoss. Sie konnte seine Gedanken lesen und sie glaubte nicht was sie da hörte – er schämte sich doch tatsächlich.
„Jirou.“, flüsterte sie und er unterbrach sie:
„Nein Mimiko, jetzt solltest du dich ausruhen, reden können wir später.“
Er ließ seine Hände unter ihren Po wandern und stand dann mit ihr zusammen auf. Sie klammerte sich fest an ihn und seufzte einmal kurz. Er brachte sie hoch in ihr Zimmer und legte sie dort auf
dem Bett ab, langsam strich er ihre Haare aus ihrem Gesicht und sie konnte seine Gedanken hören: „Es tut mir leid, ich will dich nicht ausnutzen Mimiko.“
Sie schüttelte den Kopf „Aber Jirou…“
„Schlaf jetzt.“, flüsterte er leise und stand auf.
Mimiko schloss müde die Augen und driftete in die Traumwelt.
Doch ihre Träume waren eigenartig. Sie träumte von sich selbst, wie sie schlafend in ihrem Bett lag und hörte ihre Gedanken als wäre sie jemand anderes der auf ihren Körper hinabblickt.
‚Du bist so schön Mimiko… anders als Alice, ganz anders…’ in diesem Moment wurde Mimiko bewusst, dass es tatsächlich nicht sie war die auf sich hinabblickte. Mimiko sah in ihrem Traum durch die
Resonanz* zwischen ihr und Jirou was er dachte und sah. Aber scheinbar hatte Jirou um diese Verbindung vergessen. Ihr Traum- Ich bzw. Jirou stand auf und verließ den Raum, bevor er die Tür
schloss blickte er noch einmal hinein und Mimiko hörte ihn seufzen.
Er ging die Treppen hinab und dachte dabei nach.
‚Irgendetwas war anders. Anders als das letzte Mal da ich ihr Blut getrunken habe. Ich wollte nicht nur die Kraft - das Blut, sondern mehr.’ Mimiko spürte ihn erschaudern ‚Ich sollte mich
zusammenreißen, mein Leben, mein Herz und meine Liebe sind Alice gewidmet und sonst niemandem! Beinahe 10 Jahre habe ich nun schon ohne sie ausgeharrt und ich werde auch die restliche Zeit bis zu
meinem Ende verharren. Kein dahergelaufenes jugendliches Ding wird mich davon abbringen!’ Mimiko fühlte sich wie vom 7ten Himmel in die Hölle gestürzt. Im Schlaf begann sie leise zu weinen. Wieso
weinte sie? War sie verrückt geworden? Sie wollte doch nichts von ihm! Aber wieso weinte sie dann? Angestrengt dachte sie darüber nach was Jirou für sie darstellte. Ein Freund, ja das war er.
Aber war da nicht auch ein leises Stimmchen das ihr verriet, dass sie durchaus mehr für ihn empfand als reine Freundschaft?
Doch wenn auch, was änderte das an seinen Gefühlen? Er war in der Vergangenheit verloren, nicht bereit loszulassen.
‚Ach Mimiko, wieso tust du mir das an? Wieso bringst du mein Herz so durcheinander? Jedes Mal wenn ich an deine warmen braunen Augen denke, vergesse ich an Alice’ blaue. Immer wenn ich dein
Lächeln erstrahlen sehe scheint die Erinnerung an Alice’ Lächeln zu verblassen. Wieso Mimiko? Wieso?’, verzweifelt hörte sich seine Stimme in ihrem Kopf an, für sie schien es so als habe er sich
wider Willen in sie verliebt und wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen. Ohne es selbst wahrzuhaben. Doch Mimiko schüttelte den Gedanken weg – und schüttelte dabei im Schlaf den Kopf – und
dachte grimmig, dass das wahrscheinlich nur ein geheimer Wunsch ihrerseits war, resultierend aus den zarten Gefühlen die sie ihm entgegenbrachte.
‚Dein Geruch haftet mir noch immer an’, sie sah wie Jirou seine Hand hob und nachdenklich seine Fingerspitzen musterte. ‚Dein Geschmack ist mir wahrhaftig im Gedächtnis verblieben und es scheint
als sollte ich ihn nie vergessen.’
Sie sah wie er sich über die Lippen leckte und dann seufzte.
‚Unmöglich. Ein Mensch! Sie wird sterben, da werde ich noch nicht einmal mein halbes Alter erreicht haben!’ schimpfte er nun mit sich selbst ‚Doch ich könnte sie verwandeln bevor es soweit ist…
Worüber denke ich da nach? Was ist sie denn schon? Ein Mensch, ein Compromiser, eine... Freundin?’ Einen Moment hielt sein Gedankenkarussell an, doch dann schlüpfte ein leiser Gedanke heraus ‚Ein
Wunsch? Eine neue Liebe?’
Mimiko fieberte der Antwort entgegen, doch sie erhielt keine mehr, denn die Resonanz war verschwunden. Mimiko fluchte und bemerkte gleichzeitig, dass sie erwacht war. Sie öffnete die Augen und
starrte einen Moment ins Dunkle.
Er war in sie verliebt, aber er wusste es selbst noch nicht. Und sie war auch in ihn verliebt. Das musste sie erst einmal verdauen.
Mimiko setzte sich auf, alles drehte sich deshalb ließ sie sich laut aufstöhnend wieder ins Bett fallen und hielt sich den Kopf.
„Au.“, meinte sie schwach, ihr Kopf schmerzte höllisch. Von ihrem Aufstöhnen angelockt kam Jirou, nachdem er geklopft hatte, ins Zimmer herein und ging auf sie zu.
„Alles in Ordnung?“, fragte er und seine Mimik drückte höchste Besorgnis aus.
„Ja… ich fühl mich nur ein wenig… schwach.“, antwortete Mimiko und wich seinem Blick aus. Er setzte sich aufs Bett und legte seine Hand auf ihre Stirn.
„Du hast wenigstens kein Fieber.“, meinte er und klang dabei erleichtert, sie nickte bloß und versuchte sich wieder aufzusetzen, doch er drückte sie sanft wieder in die Kissen zurück.
„Besser du ruhst dich noch ein wenig aus, wenn etwas ist dann ruf mich ruhig.“, meinte er und wollte sich erheben.
„Jirou warte bitte.“, hielt Mimiko ihn auf, er blieb sitzen und sah sie gespannt an.
„Ich-“, begann sie und war in seinen grauen Augen gefangen, sie wusste nicht mehr was sie sagen wollte und sah ihn nur an „Lass mich nicht allein.“, hauchte sie nur noch und hielt seine Hand. Er
blickte auf die Hand herab und sah sie lange an, dann erwiderte sie die Berührung und sah ihr wieder in die Augen.
Es dauerte eine Weile in der sie sich nur in die Augen sahen dann quoll es förmlich aus ihr heraus:
„Ich liebe dich.“, im nächsten Moment hielt sie sich erschrocken die Hand vor den Mund und sah ihn mit schreckensgeweiteten Augen an. Dann wurde sie wütend: „Du hast den Eye- Laid benutzt!“
Jirou sah sie ebenso erschrocken an „Ich? Nein, das habe ich nicht getan.“
Mimiko wurde rot und sah weg.
„Stimmt das?“, fragte er leise.
„Ist das nicht offensichtlich?“, seufzte sie und schloss die Augen.
Es dauerte einen Moment, dann spürte sich wie sich die Matratze bewegte und er scheinbar aufstand. Als sie die Augen öffnen wollte drückte sich seine Lippen auf ihre.
*+* Ende *+*
*Resonanz: Nach einem Vampirbiss und der Übertragung des Blutes entsteht eine Resonanz die dem „Opfer/Spender“ erlaubt die Gedanken des Vampirs zu hören da sein/ihr Blut im Vampir nach ihm/ihr „schreit/verlangt“. Diese Resonanz verschwindet nach einiger Zeit, dauert aber definitiv nicht länger als eine Stunde.
Da das Blut des Vampirs nicht in dem anderen ist kann der Vampir seine/ihre Gedanken nicht „hören“.
Das ist warscheinlich eine der ersten, wenn nicht die erste, deutsche FF zu Black Blood Brothers. Ich hoffe sie gefällt euch - sagt mir doch bitte was ihr davon haltet.
Liebe Grüße!!!
Littlepanimausi